„Woke“ ist einfach eine Geldmaschine. Im bundesrepublikanischen Wahlherbst 2026 richtete sich diese Form der Promipropaganda an die gefährlichen Älteren, die vor lauter Angst gottbehüte „AfD“ wählen könnten. So nahm man Expromis und Abgehalfterte, die mit ihrem Gedöns im Musikmarkt keinen Stich mehr machten und deren Top-Songs einfach keine Einnahmen mehr erzeugten.
Geld wird ja immer gebraucht.
Die Promiprops – Ex-Stars des deutschen Schlagers oder Pop-Songs – zahlten in Ihrer Währung „Bekanntheit“ und wurden in Steuergeld bezahlt, um den Steuerzahler zu manipulieren, und das funktionierte. Opa sah ’seinen Gröni‘ und heulte schuldbewusst in der Wahlkabine.
Vermutlich machte er sein Kreuz dann trotzdem nicht beim Erwünschten, das hatten zuvor die Wahlen in den USA überdeutlich gezeigt; die bunte Bildschirmfigur war unterhaltsam, aber kein politischer Wegweiser.
Wie auch immer der politische Erfolg gewesen sein mochte – Propaganda war, wie Werbung, nicht messbar. Eigentlich zahlten die Steuerzahler den Promiprops auf diesem Wege eine zusätzliche Rente. Und Politiker des Tages durften sich beim Handschlag mit dem Idol ihrer Schulzeit fotografieren lassen und fühlten sich als Stars.
Im Durcheinander der Meinungen, aber vor allem im Durcheinander der Illusionen griffen welche, die dabei waren, ins Grab zu rutschen, noch rasch nach dem Geld der Lebenden. Eigentlich bestätigte das Chaos nur Freuds alte Weisheit: dass Neurotiker die Gegenwart nach den Maßstäben der Vergangenheit beurteilten, weil die Vergangenheit ein Trauma war.
Natürlich beurteilten sie auch die Vergangenheit nach den Maßstäben der Gegenwart, weil auch die Gegenwart ein Trauma war, und warfen dem Mittelalter vor, dass es Judenhass betrieben hatte, oder, wenn sie noch „woker“ waren, dass es den Judenhass in nicht ausreichendem Maße betrieben hatte. Wie gesagt, die Illusionen waren unorganisiert.
Das setzte sich bis zu den Promiprops fort, von denen manche ebenfalls verwirrt an der Vergangenheit festhielten, in der Judenhass, Frauenunterdrückung, Pädosexualität und Militarismus mal schlecht gewesen waren und die nicht verstanden, warum mit dieser Auffassung plötzlich kein Geld mehr zu verdienen war.
Dabei war die Erklärung einfach.
Geld fließt nur dort, wo ein Effekt erzielt werden muss. Die Ethik einer Gesellschaft zu verbiegen, erforderte hohe finanzielle Temperaturen